Ich probiere unglaublich gern neue Dinge in der Küche aus. Da bei uns gestern zum St. Patrick’s Day ein Guinness-Kuchen auf dem Plan stand, habe ich die Gelegenheit genutzt, den dafür benötigten Frischkäse einfach selbst herzustellen.

Die Zubereitung selbst ist sehr unkompliziert und die Zutatenliste kurz. Lediglich das Abtropfen über Nacht braucht etwas Zeit – der eigentliche Arbeitsaufwand hält sich jedoch in Grenzen.

Frischkäse

 

Letzten Herbst waren wir in Marokko und die dortige Kulinarik ist einfach ein Traum. Fertigprodukte findet man dort nur selten – stattdessen gibt es überall frische Lebensmittel in hervorragender Qualität, die nur darauf warten, verarbeitet zu werden.

Die Wärme und Leidenschaft des Landes spiegelt sich in den Gerichten wider, und genau das macht ihren besonderen Reiz aus.

Oft kochen wir Rezepte aus dem Urlaub nach, um uns gedanklich zurück nach Marokko zu versetzen. Da für viele dieser Gerichte eingelegte Salzzitronen benötigt werden, haben wir beschlossen, es wie die Marokkaner zu machen und sie selbst einzulegen, anstatt auf gekochte Varianten zurückzugreifen.

Salzzitronen sind Zitronen, die in Salzlake eingelegt und über längere Zeit fermentiert werden. Sie sind ein traditionelles Gewürz der nordafrikanischen Küche, insbesondere in Marokko, und werden dort vor allem in Tajines, Eintöpfen und Couscous-Gerichten verwendet. Auch die Flüssigkeit eignet sich wunderbar für Dips oder Salatsaucen. Mit ihrem intensiven, salzig-säuerlichen Aroma verleihen Salzzitronen jedem Gericht eine besondere Tiefe.

Salzzitronen

Zu unseren sommerlichen Bepflanzungen zählen bei uns auch einige Kästen mit Kräutern. Da wir uns in den letzten Wochen vorgenommen hatten, möglichst viele Kräuter zu verbrauchen, waren glücklicherweise nicht allzu viele übrig. Am Ende blieben vor allem schwarzer Basilikum und vietnamesischer Koriander in großer Menge. Daher beschlossen wir, Pesto daraus zu machen.

Schwarzer Basilikum ist geschmacklich dem „normalen“ Basilikum recht ähnlich, sodass wir uns hier wenig Sorgen machten. Vom Koriander-Pesto hatten wir bis dahin allerdings noch nichts gehört. Da wir aber der Devise „probieren geht über studieren“ folgen, haben wir es einfach ausprobiert – und sind begeistert vom Ergebnis.

Im Gegensatz zum Basilikum-Pesto ist das Koriander-Pesto geschmacklich deutlich intensiver. Daher würden wir es nicht in großen Mengen über Pasta geben, aber als kleines Highlight für Suppen, als Klecks zu Ziegenkäse oder ähnliche Gerichte schmeckt es einfach fantastisch.

Wer also noch ein paar Kräuter im Garten oder in der Küche hat, die er nicht mehr benötigt, sollte unbedingt einmal Pesto daraus ausprobieren!

Pesto

rüher gab es im Schwimmbad immer Pommes mit Mayo – und das ist auch das einzige Gericht, bei dem mir Mayo wirklich schmeckt.

An sich finde ich Mayo eher langweilig. Vor einigen Jahren habe ich jedoch bei einem „Leftover“-Gericht von Jamie Oliver eine Variante entdeckt, die mir richtig gut gefiel. Die einfache Mayo wird dabei durch zusätzliche Zutaten aufgewertet und bekommt so einen viel intensiveren Geschmack.

mayo

 

Trotz dieser Variante werden wir wohl keine echten Mayo-Junkies, aber zu manchen Gerichten passt sie einfach hervorragend. Besonders auf Sandwiches schmeckt die Koriander-Mayo fantastisch und peppt sie richtig auf. Am liebsten genießen wir die Mayo auf einem süßsauer gebratenen Hühnchen-Sandwich, sehr gut passt sie aber auch zu Backofenkartoffeln.

Manchmal muss es eben Currywurst sein...

 

Currysoße

 

Bei der Currysoße versuchen wir zumindest, sie möglichst gesund und mit wenig Zucker zuzubereiten. Ganz in unser Konzept passt sie zwar nicht, aber das Wichtigste ist schließlich eine abwechslungsreiche Ernährung – und dazu gehört auch ab und zu etwas Ungesundes.